Schul- und Kirchenwesen

Das Kirchenwesen und die Schule waren früher eng miteinander verbunden. Wie der Gottesdienst wurde der Schulunterricht in Oberiberg gehalten und die Einwohner von Unteriberg und Studen mussten den langen Weg nach Oberiberg unter die Füsse nehmen. Damals wurde nur im Winter Schule gehalten und so war es fast unmöglich, die Kinder nach Oberiberg zu schicken, da ja die Wege damals noch nicht gepflügt wurden. Aus diesen Gründen entstanden auch in Unteriberg und Studen Schulen.

Im Jahre 1803 werden Schulen in Weglosen und auf dem Waag genannt, welche später wieder eingingen. Eine Schule wird 1837 in der Schmalzgruben erwähnt und erst 1842 eine auf Stöcken. Die Schullokale waren in Privathäusern untergebracht und primitiv eingerichtet. Mit dem Schulunterricht nahm man es nicht so genau, erst die neue Schulordnung von 1848 schaffte die notwendige Grundlage.

Im Jahre 1873 wurde die St.Josefskirche in Unteriberg eingeweiht und Unteriberg wurde eine eigene Pfarrei. Pfarrer Schelbert erstellte nach dem Kirchenbau nicht nur die Pfrundhäuser, sondern er setzte sich auch für den Bau eines Schulhauses ein. Dieses wurde auf der Herti erbaut und 1875 von 195 Schülern bezogen. 1954, 1987 und 1991 wurde das alte Schulhaus renoviert und 1971 konnte die neue Mittelpunktschulanlage in Betrieb werden. Im Oktober 1992 wurden das Bezirksschulhaus und moderne Sportanlagen eingeweiht. Aufgrund der rasanten Entwicklung der Schülerzahlen waren diese Anlagen nach kurzer Zeit wieder zu klein und so musste weiterer Schul- und Sportraum geplant, bzw. gebaut werden. Im Herbst 2000 konnte eine weitere Bezirksschulanlage inklusive Sporthalle in Betrieb genommen werden. Die Pfarrkirche wurde 1981/82 einer Innen- und 1975 und 1989 Aussenrenovationen unterzogen.

Noch älter als die Schul- und Kirchengeschichte von Unteriberg ist diejenige von Studen. Schon 1789 kam der erste Geistliche nach Studen und nahm dort den Schulbetrieb auf. Als Kirche diente ihm damals noch ein Wohnraum. Im Jahre 1795 wurde die Kirche eingeweiht und 1854 ein Haus für die Schule erworben. Erst 1849 wurde Studen ein Pfarrvikariat, erhielt also das Recht auf Taufstein und Friedhof. Seit 1928 ist Studen eine eigene Kirchgemeinde. 1995 wurde die Kirche einer umfassenden Innen- und Aussenrenovation unterzogen. Seit dem Sommer 1993 besitzt Studen ein neues, modernes Schulhaus.

Für das Seelenheil der Gläubigen sorgt in Unteriberg und Studen Pfarrer Roland Graf.

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