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Geografische Lage

Lageplan

Wo sich die Hochtäler der obern Sihl, der Waag und der Minster zu einer ausgedehnten Ebene vereinigen, liegt der Talboden von Unteriberg. Verschiedene Gletscherzungen des Sihlgletschers haben diese Täler ausgeschürft und ihre Flanken geformt. In der Nacheiszeit muss das heutige Sihlseegebiet und die Hochmoorflächen an seinem obern Ende von einem natürlichen See überflutet gewesen sein. Nidlaubach, Fallenbach, Surbrunnenbach und weitere kleinere Gewässer haben die weichen Talflanken mit Tobeln durchsägt und mit ihrem Abtragungsmaterial diesen wieder aufgeschüttet. Auf den feinen Seeablagerungen entstanden Moorflächen, „Ried“ genannt. Im Gebiet von Unteriberg erkennt man diese Flächen schon an ihrem Namen, wie „Ried“, „Breitried“, „Schützenried“, „Sennenried“ und „Chilenried“. Teile dieser Landschaft sind heute Pflanzenschutzgebiet und sollen mithelfen, die Pflanzen- und Tiergesellschaften, der immer seltener werdenden Hochmoorlandschaften zu erhalten. Die übrigen Talflächen sind durch die Ablagerungen der Flüsse, die noch heute in dieser Ebene hin- und herpendeln würden, schriebe man ihnen nicht durch Dämme über weite Strecken ihren Lauf vor, aufgeschüttet worden. Die Flächen, die durch die Aufschüttungen der Nebenbäche überformt wurden, wie zum Beispiel beim Nidlaubach, sind nicht so topfeben und tragen trockenere, meist weniger mächtige Böden.


Das zweite Landschaftselement dieser „grünen Hochebene“ bilden die aus der Talebene emporsteigenden Hügel, deren Hänge und Kuppen Weiden und ausgedehnte Nadelwälder tragen. Der tonig-mergelige Untergrund, der weich ist und durch das fliessende Wasser leicht abgetragen wird, bildet die runden Formen, wie sie Charenstock, Schrähöchi, Spital, Regenegg und ihre Hänge zeigen, die den breiten Talboden von Minster und Sihl einrahmen. Während diese runden Mulden und Kuppen ruhiger wirken als die schroffen Formen des Kalksteines, sind doch einzelne Teile dieser Landschaft in lebhafter Bewegung. An manchen Stellen in Unteriberg zeigt die Natur durch Hakenschlagen der Bäume langsame Erdrutsche an. Wegrutschende Strassenstücke und sogar verschobene Häuser mahnen zur Vorsicht bei der Erschliessung dieser Gegenden.

Im krassen Gegensatz zu diesen Tal- und Hügellandschaften stehen die Felswände der Hirsch- und Guggernfluh, die Felsbänder, die das „Loch“ einrahmen, die waldlosen Alpenweiden und die zackigen Felsstöcke (Flubrig, Stock, Druesberg, etc.) die den Hintergrund bilden. Die Kalkschichten, die diese Landschaften prägen, verursachen durch ihre harten Formen diese Abwechslung in der Landschaft von Unteriberg.